Kategorie: Fotos

  • Magnolien am 2. März?

    Was da schon alles wächst, kreucht und fleucht, ist für den 2. März doch ganz schön beachtlich. Ich habe sogar schon einen blühenden Magnolienstrauch vor die Linse bekommen. Das dürfte für unsere Region schon rekordverdächtig sein. Die meisten Magnolien, einschließlich der Tulpen-Magnolie, blühen von Ende März bis Ende April oder Mai. 

  • Frischer Wind im Schlosspark: Warum Bedburgs neues Juwel uns optimistisch stimmt

    Neues Leben im Schlosspark Bedburg: Ein Spaziergang zwischen Hoffnung und Herausforderung

    Heute Mittag stand für meine Frau und mich ein kleiner, aber feiner Ausflug auf dem Programm: der erste Abschnitt des erneuerten Schlossparks in Bedburg. Wir waren gespannt – und wurden positiv überrascht. Die Veränderungen wirken nicht nur optisch ansprechend, sondern schaffen auch eine Atmosphäre, die das Zeug hat, die Leute mehr als es bisher der Fall war, in den Schlosspark zu locken und dort an warmen Tagen ein Buch zu lesen oder eine lockere Unterhaltung mit der Begleitung oder neuen Bekannten zu führen. Doch während wir die frischen Wege entlangspazierten, schlich sich ein Gedanke in unsere Köpfe: Wie lange bleibt dieser Glanz erhalten?

    Ein Park mit neuem Charme

    Der erste Abschnitt der Erneuerung zeigt, was möglich ist, wenn Planung und Umsetzung Hand in Hand gehen. Die neuen Sitzgruppen und großzügigen Bänke wirken einladend. Gut dimensionierte und stabile Mülleimer sollten sogar den Angriffen mancher Vandalen standhalten. Das hoffen wir jedenfalls.

    Was uns besonders freut: Der Park wirkt bereits jetzt wie ein Ort der Begegnung. Familien, Spaziergänger und schon jetzt nutzen einige wenige Jogger bereits die neuen Wege – ein Zeichen dafür, dass die Erneuerung nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch funktioniert.

    Die Sorge im Hintergrund

    Doch wo Licht ist, wirft auch der Schatten seine Fragen auf. Bedburg kennt das Problem des Vandalismus, und die Investitionen in den Schlosspark sind nicht ohne. Es wäre schade, wenn mutwillige Zerstörung die Freude über die Neugestaltung schnell trüben würde. Ob die Stadt über die nötigen Ressourcen verfügt, um die Überwachung zu verstärken? Es wäre eine notwendige Maßnahme, die wirken könnte. Ich fürchte, das ist nicht der Fall.

    Denn eines ist klar: Ein solches Projekt lebt von der Gemeinschaft. Es sind die Menschen, die den Park nutzen, pflegen und wertschätzen, die über seinen langfristigen Erfolg entscheiden. Vielleicht ist das sogar eine Chance – ein Anstoß, das Miteinander in Bedburg weiter zu stärken.

    Ein Appell an alle

    Unser Spaziergang endete mit einem Lächeln und der Hoffnung, dass der Schlosspark auch in Zukunft so strahlt wie heute. Dafür braucht es nicht nur die Arbeit der Stadt, sondern auch das Engagement jedes Einzelnen. Wer den Park besucht, sollte sich bewusst sein: Hier entsteht etwas Besonderes. Etwas, das uns alle stolz machen kann – wenn wir es gemeinsam schützen.

    Meine Frau und ich werden wiederkommen. Der Schlosspark in Paffendorf könnte „Konkurrenz“ bekommen.


    Infos zum Thema

  • Durchatmen: Ein paar Stunden am See

    Hier habe ich heute einen Teil meines Nachmittages verbracht. Die Bank lädt – wie es so schön heißt – zum Verweilen ein. Nun, das stimmt in diesem Fall ganz sicher.

    Die Bank ist oft besetzt, der Platz begehrt. Ich hatte Glück. Der Wind spielte in den Blättern, das Wasser war ruhig. Ihr könnt es hören.

    Klar – hatte ich meine Kamera dabei.

  • …und die ganze Vogelschar

    Meine Fotos behaupten vielleicht etwas anderes. Mir fällt allerdings schon seit einer Weile auf, dass es wenig Vögel in unserer Gegend gibt. Das hat im Spätsommer begonnen und die Erklärungen, die ich bisher dazu gefunden habe, überzeugen mich nicht. Irgendwas stimmt nicht.

    Ja, die größeren Wasservögel sieht man natürlich eher als kleinere. Wenn aber die zahlreichen Amseln, Buchfinken und Meisen plötzlich verschwunden zu sein scheinen, macht mich das nachdenklich. Vielleicht ist unsere Gegend nun wirklich nicht die beste Umgebung für Tiere. Die Rheinbraun-Kultivierungsmaßnahmen haben uns nur so etwas wie Waldstreifen gelassen. Die früher auch hier einmal vorhandenen zusammenhängenden Wälder sind seit Jahrzehnten verschwunden.

    Neubaugebiete bringen nicht nur mehr Wohnraum, der so dringend gebraucht wird. Es siedeln sich damit auch mehr Menschen an. Unsere Kleinstadt wächst, die Flächenversiegelung nahm logischerweise zu. Außerdem nimmt der Lärm zu. Die wenigen schmalen Waldstreifen, die je nach Ausprägung nur wenige Hundert Meter breit sind, bringen nicht die für Tiere erforderliche Ruhe mit.

    Allerdings wird auch diese Entwicklung vermutlich keine hinreichende Begründung dafür sein, dass ich ein mulmiges Gefühl habe. Ich hatte hier erzählt, dass wir uns ein neues Vogelhaus zugelegt haben. Nun, es ist nicht so ausgefallen, wie ich es mir gewünscht habe. Die Vogelmutter hat sich mit einer etwas kleineren Version angefreundet. Aufgebaut und geladen ist es, nur die Vögel kommen (noch) nicht. Wir haben erst ein, zwei Meisen gesehen. Das ist auch wirklich ungewöhnlich, wenngleich die Natur den Zaungästen noch hinreichend Nahrung bietet. Da sind sie auf ein Vogelhäuschen mehr oder weniger nicht angewiesen.

    Ich hoffe, dass mein Eindruck nur darauf zurückzuführen ist, dass ich meine Umgebung weitaus intensiver scanne, als ich das getan habe, bevor ich mit dem Fotografieren begonnen habe. Außerdem gibt es ja immer noch Gegenden, in denen auch kleine Vögel häufig vorkommen. 🐥🐥🦅🦜🐤

  • Die RWE – Werke sind schon so lange da

    Kürzlich habe ich auf Instagram ein Foto veröffentlicht, das die Hauptstraße, genannt Sankt-Rochus-Straße, von Kaster (ca. 6.300 Einwohner) zeigt. Das Städtchen grenzt unmittelbar an unser Dorf Königshoven.

    1000 Mal vorbei und doch nicht gesehen

    Im Hintergrund sind deutlich Gebäudeteile eines der in unserer Region so zahlreichen RWE – Werke zu erkennen.

    Durch die gewählte Perspektive wirkt das RWE-Werk übermächtig, vielleicht sogar etwas bedrohlich. Mancher wird sagen, dieses Foto könnte als Beleg für die Verschandelung von Landschaft stehen bzw. für vieles andere, was gegenwärtig an Negativem über die RWE oder andere große Stromerzeuger gesagt wird.

    Existenzen gesichert, heute verteufelt

    Dabei ist allerdings auch die andere Seite zu sehen, die heute ungerechtfertigterweise fast keine Rolle mehr spielt. Die Werke haben nicht nur die Existenzen unzähliger Familien in unserer Region gesichert, sondern auch die Finanzierung vieler öffentlicher Einrichtungen. Vielleicht war der Preis zu hoch? Wer will sich darüber ein Urteil erlauben? Nun, ich kenne leider welche.

    Niemals Kaster!

    Zu den Fotos, die ich bei Instagram veröffentliche, erhalte ich normalerweise wenige Kommentare. In diesem Fall waren es ein paar mehr. Zwei Leser wollten nicht glauben, dass diese Aufnahme echt ist, oder vielleicht, dass ich mich mit der Beschreibung geirrt hätte. Ein alter Kasteraner schrieb sogar: „Niemals Kaster“. Doch! So gut schauen wir hin, wenn wir meistens wohl in unseren Autos durch das Städtchen brausen. 🚗

    Die schwarz-weiße Version meines Fotos wirkt im hinteren Bereich tatsächlich etwas unwirklich. Oder?

    Aber die Aufnahme ist echt. Ich bin damals (Oktober 2020) dafür am Ortseingang auf die rechte Straßenseite gewechselt. Von der linken Straßenseite und selbst von der Mitte der Straße wirkt die Perspektive schon ganz anders. Die Türme der RWE wirken nicht so dominierend.