Monat: September 2023

  • Menschenfreunde – Volksfeinde

    Die für die Flüchtlingszuteilung zuständige Bezirksregierung hat dafür gesorgt, dass unser Bürgermeister von Bürgerinnen und Bürgern attackiert wird. Er hat angekündigt, die Bürgerhalle in unserem Dorf (keine 1900 Einwohner) vorläufig bis Ende dieses Jahres für Flüchtlinge freizuhalten. Er hat sich mit den Nutzern, hauptsächlich sind das wohl Vereine, in Verbindung gesetzt und die Notwendigkeiten besprochen.

    In einem Brief an alle Haushalte im Ort erklärte er zudem ausführlich die Sachlage bzw. die damit notwendig gewordenen Schritte. In diesem Brief standen seine Telefonnummer und seine E-Mail-Adresse enthalten. Als ich ihn las, fand ich das mutig.

    Bedrohte Bürgermeister /innen

    Gestern Abend las ich in der Online-Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers, dass der Bürgermeister und seine Familie bedroht werden. Die Gefühle, die solche Nachrichten bei mir auslösen, lassen sich schlecht beschreiben. Ich tendiere dazu, schnell übers Ziel hinauszuschießen. Einerseits ist es nichts Neues, dass Amtsinhaber von verständnislosen Bürgerinnen und Bürgern verbal angefeindet und bedroht werden. Bei den Gründen sind wir rasch bei dem Thema, das unser Land wie nichts anderes spaltet und zu dem ich persönlich seit 2015 eine andere Einstellung entwickelt habe.

    Wenn ich allerdings die Auswirkungen betrachte, muss ich mich fragen, was sich diese Pest von Hirnis eigentlich denkt, wenn sie gewählte Mandatsträger und deren Familien in einer solchen Art und Weise angehen. Ich verstehe, wenn man seine Meinung zur Migration klar verständlich macht, auch wenn sie ganz und gar nicht zu dem woken Einheitsbrei im Land passt.

    Gemeinwesen

    Wenn aber Bürgermeister, Landräte oder Volksvertreter, egal auf welchen Ebenen, und ihre Familien auf diese, ich finde, kriminelle Art angegangen werden, wird hoffentlich der Elan der zuständigen Stellen im Staat dazu ausreichen, die Täter dingfest zu machen und dafür zu sorgen, dass sie einer Strafe zugeführt werden, die diesem Tatbestand angemessen ist.

    Interessant wird auch sein, inwieweit sich die Bürgerschaft hinter dem Bürgermeister versammelt bzw. ihm den Rücken stärkt. Ganz egal, wie man über die Migration und ihre Auswirkungen auf den sozialen Frieden in unserem Land denken mag!

    Erregung / Ärger

    Die ansonsten bei geringeren Anlässen für emotionale Erregungszustände gut zählbaren Statements bei Facebook sind in diesem Fall IMHO überschaubar. Außerdem äußern sich dort Leute, die nicht einmal in der Nähe unseres Dorfes leben. Dass sich auch ein AfD-Mann vom anderen Ende unseres Kreisgebietes aufgerufen fühlt, sich zu Wort zu melden, ist vermutlich nicht überraschend. Ich habe ihm dazu etwas geschrieben und die übliche Antwort erhalten. Er bezeichnet mich daraufhin als linken Ideologen. Nun, immerhin tut das noch einer.

  • Weshalb sich 2015 doch wiederholt

    Ich habe Bard gefragt, weshalb sich 2015 wiederholt. Eine ganz knappe Fragestellung. Interessant, dass bei Google Grüne oder SPDler an den Pulten zu sitzen scheinen. Jedenfalls klingt Bards Erklärung für das Desaster, das Städte und Kommunen überfordert, weder nach AfD noch nach anderem konservativen Politsprech.

    Die Repräsentanten auf kommunaler Ebene sind parteiübergreifend der Ansicht, dass das so nicht weitergeht. Aber die Regierung tut, als hörte sie die Alarmrufe der Basis nicht.

    Als die NPD damals den Satz benutzte: Das Boot ist voll, empfand ich das als übertrieben und herzlos. Ich bilde mir ein, ein empathischer Mensch zu sein, der das Leid der Geflüchteten sieht und damit einverstanden ist, zu helfen, wo es nur geht. Aber ich sehe, wie die Bereitschaft der Menschen in diesem Land ausgenutzt und überstrapaziert wird. Nicht nur von den linken und grünen Politikern, die weiter an offenen Grenzen festhalten, sondern auch von Geflüchteten. Das hat für mich alles verändert.

    Heute gibts die Info, dass die Stadt Bedburg wegen der Zuweisung weiterer Geflüchteter die Bürgerhalle (in unserem Dorf) bis ca. Dezember beschlagnahmen muss. Das Wort „beschlagnahmen“ fiel da nicht. Aber ist es etwas anderes? Der Bürgermeister bedankt sich artig bei den Bürgern und Vereinen, die übrigens nicht vorher, sondern erst im Nachhinein von dieser Maßnahme erfuhren. Der Bürgermeister muss auf unser Verständnis hoffen.

    2015 und die folgenden Jahre habe ich alles mitgetragen und die Positionen der Regierung unterstützt. Überall, bei jeder Gelegenheit. Ich habe mich mit Freunden und Verwandten angelegt. Ich habe als Helfer in einer anderen Halle mitgemacht. Das allerdings nur für wenige Tage. Ich wurde krank. Ich hätte jetzt Zeit.

    Aber ich denke heute anders als 2015.

    Mit dieser Erklärung, die Bart mir in diesem Text gibt, bin ich nicht einverstanden. Ich sehe, dass dieses Land über die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gebracht wurde. Von verantwortungslosen Politikern, die der Welt gegenüber schön tun und die Folgen im eigenen Land ignorieren.

    2015 wiederholt sich nun doch, weil sich die Ursachen für Flucht und Vertreibung nicht grundlegend geändert haben. Zwar ist die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen, in den letzten Jahren etwas zurückgegangen.

    Dies liegt jedoch vor allem daran, dass sich die Lage in einigen Ländern, wie etwa Syrien, etwas stabilisiert hat. In vielen anderen Ländern, wie etwa Afghanistan, Somalia und Sudan, ist die Lage jedoch weiterhin sehr instabil und unsicher.

    Zudem hat sich der globale Klimawandel zu einer weiteren wichtigen Ursache für Flucht und Vertreibung entwickelt. Dürren, Überschwemmungen und andere extreme Wetterereignisse zwingen immer mehr Menschen, ihre Heimat zu verlassen.

    In Deutschland hat sich die Situation durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zusätzlich verschärft. Seit Beginn des Krieges sind bereits über 900.000 Ukrainer nach Deutschland geflohen. Diese Menschen haben einen Anspruch auf Schutz und Unterstützung.

    Die Bundesregierung hat zwar angekündigt, dass sie die Aufnahmekapazitäten für Flüchtlinge ausbauen will. Dies dürfte jedoch nicht ausreichen, um der aktuellen Situation zu begegnen. Es ist daher zu erwarten, dass sich die Migrationszahlen in den nächsten Jahren weiter erhöhen werden.

    Hier sind einige der wichtigsten Gründe für die Wiederholung von 2015:

    • Die Situation in vielen Herkunftsländern ist weiterhin unstabil und unsicher.
    • Der globale Klimawandel führt zu mehr extremen Wetterereignissen, die Menschen zur Flucht zwingen.
    • Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat eine neue Fluchtbewegung ausgelöst.

    Dies bedeutet, dass Europa sich auf eine neue Welle von Migration einstellen muss. Die Politik muss dafür sorgen, dass die Aufnahmekapazitäten ausreichend sind und die Menschen, die Schutz suchen, eine faire Chance haben, in Europa ein neues Leben zu beginnen.