Von 1968 bis 1982 war ich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg. Das waren schöne Jahre auf die ich heute etwas wehmütig zurückschaue. Als ich im Sommer 1968 in die Bedburger Jugendfeuerwehr eintrat, war ich gerade mal 15 Jahre alt und hatte am 1. August meine Lehre bei den Rheinischen Linoleumwerken in Bedburg (RLB) angefangen.

Die Studentenunruhen waren mir schnuppe, ich hatte mit mir selbst genug zu tun und war politisch noch völlig uninteressiert – glaube ich.

Die Jugendfeuerwehr Bedburg ist erst im Frühjahr 1968 gegründet worden. Es war die erste Jugendfeuerwehr der Stadt. Ich habe hier eine Liste aller damaligen Mitglieder vorliegen. Allerdings weiß ich nicht mehr, wer von den insgesamt 19 Jungs auch schon von Beginn an dabei war. Der Kreis der „frühen Mitglieder“, auf den mein Freund Fredi und ich stießen, war noch nicht so groß. Ich schätze mal, wir waren höchstens so um die 10, die anderen kamen später hinzu.

Als Dienstabend war der Freitag gesetzt. Während der Sommermonate haben wir draußen unsere Übungen absolviert. Für Jugendfeuerwehrleute war die so genannte „Leistungsspange“ das erste Ziel (siehe Titelbild). Dafür war einiges an Training zu leisten. Im Winter gab es theoretischen Unterricht, der mit Fahrzeugkunde angefüllt war. Wir machten uns mit Geräten vertraut und einige von uns entwickelten bereits konkrete Vorstellungen dazu, wie es mal sein würde, wenn es in der aktiven Wehr (heißt das heute überhaupt noch so?) zur Sache geht.

Feuerwehrgerätehaus an der Kölner Straße in Bedburg (Vom Gerätehaus in der Gartenstraße habe ich leider kein Foto)

Die erste Bedburger Jugendfeuerwehr wurde von zwei Feuerwehrleuten geleitet, die von uns allen gleichermaßen geschätzt und respektiert wurden. Bei unseren Treffen am Dienstag ging es nicht ausschließlich um Feuerwehrthemen. Ich kannte ein paar der Jungs schon einige Jahre. Sie waren mit mir in einer Schulklasse. So gab es eine tolle Basis für das, was in der Feuerwehr ganz wichtig ist. Wir konnten uns immer aufeinander verlassen.

Dank unserer organisatorisch topfiten Gruppenleiter haben wir einige fantastische Reisen unternommen. Wir waren in Norddeutschland (Kiel, Helgoland, Fehmarn) unterwegs, in Österreich (Ried am Inn, Salzburg) und es gab einige Tagesausflüge zur Flughafenfeuerwehr nach Frankfurt am Main und zum WDR nach Köln etc.

Top – die Jungs aus Bedburg

Der Clou war unsere Abschlussreise. Anschließend gingen die meisten von uns rüber in die aktive Wehr, weil wir inzwischen 18 waren.

Im Sommer 1972 reisten wir für drei Wochen mit dem Flugzeug nach Andalusien. Wir wohnten in einem noch ziemlichen neuen Club bei Estepona. Der Ort lag nicht weit entfernt von Marbella. Meine erste Urlaubsreise mit dem Flugzeug.

Während unseres Aufenthaltes gab es ein Tischtennisturnier. Ich habe gewonnen. 🙂 Da war ich noch etwas beweglicher.

Es war einfach nur traumhaft. Dass fast alle dabei gewesen sind, muss ich eigentlich kaum erwähnen. Einer hatte sich leider trotz allem Zureden, nicht dazu durchringen können, ein Flugzeug zu besteigen. Ansonsten waren wir vollzählig.

Dass wir uns auch neben dem Dienst getroffen haben, um uns auf anliegende Fußballturniere oder andere feuerwehrspezifische Anlässe vorzubereiten, hat uns noch mehr zusammengeschweißt. Der Zeitungsartikel (im Artikel), den ich heute beim Durchstöbern alter Unterlagen entdeckt habe, enthält den Beleg dafür, dass wir eine richtig gute und erfolgreiche Truppe waren – sogar außerhalb unseres Feuerwehrdienstes. 🙂

Das liegt 50 Jahre zurück! Aus diesem Anlass werden wir alle zusammentrommeln und dieses Jubiläum würdig begehen. Leider können zwei von uns nicht mehr dabei sein. Unsere Gedanken sind bei ihnen. Vor vielen Jahrzehnten ist einer von uns nach seiner Bundeswehrzeit nach Kanada ausgewandert. Er hat dort sein Glück gefunden und eine Familie gegründet. Er weiß schon von unserem Treffen, und er lässt es sich nicht nehmen, dieses Jubiläum mit uns zu feiern. Wir freuen uns schon sehr.

Autor

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Da habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin 64 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt.horstschulte.com · blogmemo.de

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